Wunder der Natur

Ein Spatz hüpft zwitschernd durch das Gras Das reichlich Futter ihm beschert Weil kurz zuvor ein Regenguss Insektenflügel hat beschwert Mit spitzem Schnabel pickt er auf Was sich da bietet seiner Sicht Als er mit wachem Aug erblickt Den Wurm der aus der Erde kriecht Das wird ein Festmahl er frohlockt Und nimmt den Wurm … [weiterlesen …]

Das Eichhorn

Ein Eichhorn auf des Baumes Ast Sieht weiter oben eine Nuss Und meint, dass es die haben muss Drum den Entschluss zum Sprung es fasst Geübt sein Blick den Abstand misst Doch zu entfernt scheint jener Ast Als dass mit einem Sprung es passt Ein Umweg wohl von Nöten ist Es überlegt, schätzt, kalkuliert Wie … [weiterlesen …]

Der Schmetterling

In einer bunten Blume hing Ein luftig, leichter Schmetterling Saugte am Blütenstaub sich satt Tänzelte dann zu einem Blatt Um dort im Sonnenschein sich nun Nach seiner Mahlzeit auszuruh´n Vom starken Blütenduft betört Schlief kurz darauf er unbeschwert Versunken tief in einen Traum Inzwischen hinter einem Baum Verschwunden war das Sonnenlicht Wodurch die Luft nun … [weiterlesen …]

Butter-Fly

Sie surrt und brummt mir um den Kopf Doch so dass ich sie nicht erwisch‘ Obwohl ich hier am Frühstückstisch Wild mit der Fliegenklatsche klopf‘ Ringsum ist alles schon zu Brei Doch unbeirrt fliegt dieses Biest Das mir den Morgen ganz vermiest Dicht an der Nase mir vorbei Nun setzt sie sich in aller Ruh‘ … [weiterlesen …]

Vonzeitzuzeit und Lächeln

Vonzeitzuzeit Trauer erfriert in der Leere Sprachlos gehen Worte umher Vorgestrig erwacht das Morgen Schimmernd bildet sich Zeit (k.w.) Lächeln Du verschüttest Buchstaben Worte überfüllen die Welt Das Wunder eines Lächelns scheint herüber (k.w.)

Suppenschlecken

Sie ist einfach. Sie ist mild. Sie ist dennoch kräftigend. Ein schleimiges Sternennudelchen lag ihr noch auf der Zunge. Mit leichten Druck zermatschte sie es am Gaumen und erlebt keine Überraschung, denn die Konsistenz blieb weiter schleimig. Die Karottenscheiben zerfielen beim auflesen mit dem Löffel als würden Sie vom Festen zum Flüssigen Bestandteil dieses Gerichtes … [weiterlesen …]

Winter

Unbeliebt, die kalte Zeit, wenn die Dunkelheit den Tag ergreift. Mit dunklen Wolken, die die blaue Freude und warmes Licht im Rücken bergen. Sobald die Kälte hereinbricht, scheint es als zerre sie an den Gemütern und den Mundwinkeln Vieler. Nach Wärme lechzend starren sie auf flimmernde Scheiben und lauschen der Stimme, die das Wetter ankündigt. … [weiterlesen …]

Schlittenkritik

Er steht dort mit dickem Bauch, winkt mit roten Tupfen auf den Wangen. Heißer Glühwein betäubt die Sinne, Die Einsamkeit wird niedergetrunken. Besinnlich duftet es nach Weihrauch, im Märchenwald rennen wild die Rangen. Die Chormädchen halten inne, Kinder sind maßlos zuckertrunken. Ein Gesang und Geschrei, Bettler schlafen zwischen Glühweinständen. Im Advent darf keiner Einsam sein, … [weiterlesen …]

Einst und einmal

Einst puhlte ich mit kleinen Fingern Dreck aus Holzbodenfugen. Einst sprang ich im Hinterhof in Wasserpfützen, spritzte Schlamm aufs weiße Hemd. Einst küsste ich, einst lachte ich, einst liebte ich, einst brach so oft mein Herz. Einst stand ich aufrecht dort im Sturm und suchte einsam meine Tränen. Einst gelang mir viel und manchmal wenig, … [weiterlesen …]

Der literarische Wandervogel (2017/2007)

1. Ich wander‘ im Nebel wie Hermann Hesse, ich schreib‘ für euch Lieder so wie Manesse, ich nutz‘ die zwölf Töne so wie Hans Eisler, vergifte Tauben im Park – wie Georg Kreisler. 2. Ich ticke nicht richtig – so wie mein Wecker, und ich lüge wie Jakob bei Jurek Becker. Ich bete für Frieden … [weiterlesen …]