Suppenschlecken

Sie ist einfach. Sie ist mild. Sie ist dennoch kräftigend. Ein schleimiges Sternennudelchen lag ihr noch auf der Zunge. Mit leichten Druck zermatschte sie es am Gaumen und erlebt keine Überraschung, denn die Konsistenz blieb weiter schleimig. Die Karottenscheiben zerfielen beim auflesen mit dem Löffel als würden Sie vom Festen zum Flüssigen Bestandteil dieses Gerichtes … [weiterlesen …]

Winter

Unbeliebt, die kalte Zeit, wenn die Dunkelheit den Tag ergreift. Mit dunklen Wolken, die die blaue Freude und warmes Licht im Rücken bergen. Sobald die Kälte hereinbricht, scheint es als zerre sie an den Gemütern und den Mundwinkeln Vieler. Nach Wärme lechzend starren sie auf flimmernde Scheiben und lauschen der Stimme, die das Wetter ankündigt. … [weiterlesen …]

Schlittenkritik

Er steht dort mit dickem Bauch, winkt mit roten Tupfen auf den Wangen. Heißer Glühwein betäubt die Sinne, Die Einsamkeit wird niedergetrunken. Besinnlich duftet es nach Weihrauch, im Märchenwald rennen wild die Rangen. Die Chormädchen halten inne, Kinder sind maßlos zuckertrunken. Ein Gesang und Geschrei, Bettler schlafen zwischen Glühweinständen. Im Advent darf keiner Einsam sein, … [weiterlesen …]

Regenluft

Welch‘ ein malerisches Bild der Regen heute Morgen schuf. Eine dichte Wolkendecke stand im hellen Grau leuchtend am Himmel und blinzelte durch das dunkle Grün der Bäume hindurch. Der nasse Asphalt der Straße schimmerte das Kunstlicht der vielen Autoscheinwerfer wieder, was der Welt einen kleinen Hauch Magie einflößte. Die tosenden Geräusche der Straße schienen als … [weiterlesen …]

Unausgesprochen

Ein Gedanke, so schweigsam, trieb sorgenlos auf den unsichtbaren Schwingen des Frühlingswindes. Das Morgenrot überflutete den Nachthimmel und löschte die vielen funkelnden Sterne nach und nach. Und dort im Tränenspiel der glitzernden Tautropfen im kurzgemähten Gras der Vorortgärten entschwand der ungesagte Gedanke, das Wort, das Gefühl – unvernommen.

Morgenfeuer

Leis‘ erklingt der frühe Morgen mit zärtlich, warmen Klängen, die mich sanft dem Schlaf entreißen. Bereits hat die rote Morgensonne die Finsternis und ihre erdrückend kalte Einsamkeit vertrieben. Geblieben sind lediglich die leblosen Schatten, die sich um das rubinfarbene Licht winden. Die verblieben Tränen der Nacht, sie sind schon lange in der eisigen Dunkelheit, des … [weiterlesen …]

Vorweihnachtsabend

Sie lag dort, eingekuschelt in ihrem Bett und lauschte. Die Aufregung kribbelte in ihrem kleinen Bauch, wie viele, viele Brausebonbons, die eine Poolparty feierten. Von Draußen schien das Licht einer Laterne in ihr Zimmer. Es schneite. Der Schnee warf tanzende Feen an die Wände ihres Zimmers. Sie beobachtete das verrückte Schattenspiel und zog die weiche … [weiterlesen …]